Depressionen und Angststörungen
Eine Depression zu erkennen ist nicht immer einfach. Typische Symptome sind innere Leere, Hoffnungslosigkeit und Angst. Im Unterschied zu einem vorübergehenden „Stimmungstief“ bessert sich eine Depression unbehandelt nicht von selbst. Es besteht die Gefahr von Suiziden (Selbsttötung). Eine Depression kann vielfältige Ursachen haben: genetische Veranlagung, schlimme Erfahrungen in der Kindheit (Gewalt, sexueller Missbrauch, Vernachlässigung) oder im Erwachsenenalter sowie körperliche Gründe (Medikamente etc.).
Ein Burnout wird oft von Depressionen (reaktive Depression) begleitet. Die Ursachen sind hierbei häufig berufsbedingt, die Betroffenen sind in eine völlige Arbeitsüberforderung geraten. Typische Symptome beim Burnout-Syndrom sind emotionale und körperliche Erschöpfung, Anspannung, Nervosität, Gefühl von Überforderung, auch Reizbarkeit und gelegentlich Aggressivität. Eine Psychotherapie ist sehr sinnvoll. Hierbei wird verstärkt auf die Gründe für das Verhalten des Patienten geschaut (z. B. Kindheit, innerseelische Konflikte). Der Patient lernt, die Krankheitssymptome als solche zu begreifen und ein gesünderes Verhältnis zum Leistungsdruck und der Arbeitssituation zu entwickeln. Das Ziel ist, dass das Selbstwertgefühl nicht mehr von der beruflichen Leistung abhängig ist.
Bei einer endogenen Depression (von innen heraus) geht man davon aus, dass Stoffwechselvorgänge im Gehirn gestört sind. Es mangelt an biologisch wirksamen Botenstoffen (Neurotransmitter). Oft finden sich unter Blutsverwandten gehäuft depressiv erkrankte Menschen. Typische Symptome sind niedergedrückte Stimmung, gefühlsmäßige Taubheit, Antriebslosigkeit, innere Unruhe, Beeinträchtigung der Konzentration, Gedanken drehen sich im Kreis und Suizidgedanken. Oft stehen psychopharmakologische Behandlungsansätze mit stimmungsaufhellender Wirkung (Antidepressiva) im Zentrum der Behandlung. Eine psychotherapeutische Begleitung ist erforderlich.
Lösungsorientierte Akutpsychotherapie
Eine Psychotherapie muss nicht immer lange dauern. Bei begrenzten akuten Krisen (z. B. Arbeitsplatzverlust, Mobbing, Trennung, Scheidung oder Tod des Partners) kann auch eine Kurzzeittherapie mit wenigen Sitzungen hilfreich sein. Außerdem brauchen manche Menschen sofort Unterstützung und die Wartezeit auf einen Therapieplatz ist mitunter lang. Daher bieten wir spezielle Kurztherapie Konzepte an.
Die Lösungsorientierte Akutpsychotherapie wurde von den Psychotherapeuten Steve de Shazer und seiner Frau Insoo Kim Berg Anfang der 80er Jahre in den USA entwickelt. Der Fokus der Gesprächstherapie liegt weniger auf den Problemen, sondern mehr auf den Wünschen, Zielen und Stärken des Klienten. Die Therapeutin nimmt die Rolle des unvoreingenommenen Beobachters ein. Die Therapie zielt darauf ab, verborgene Konflikte zu erkennen und es wird nach vorhandenen Stärken und Verhaltensmustern gesucht, die neue Lösungswege eröffnen. Diese Richtung ist zukunftsorientiert, statt vergangenheitsbezogen, kommt mit wenig Sitzungen aus und ist dennoch effizient.
Praxis Dr. Cerny
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